Litauen-Ride

 

Warum gerade Litauen?
Bei einem Besuch in der Heimat meiner Frau im Jahr 1994 sprach der Herr zu mir: „Geh in die Dörfer und verkündige das Evangelium!“. Wir setzten das dann gleich als Familie um, indem wir in Usenai, Lidias Heimatort, auf einer Wiese zwischen den Blocks mit Liedern, Zeugnis und Kurzbotschaft begannen.

Es folgten weitere Besuche mit zwei-drei Erwachsenen. Wir nahmen Hilfsgüter mit, hatten Bibelabende und viele, viele Einzelgespräche. Die Trostlosigkeit war derart massiv, eigentlich erdrückend. Und wir wussten: nicht die Hilfsgüter werden Menschen, die Situation verändern, auch wenn das wichtig ist, sondern das Wort Gottes!

Menschen öffneten ihr Herz für den Glauben an Jesus. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen.

Dann kam der erste RR-Ride 1996 mit zwei Familien, Familie Roosjen aus Zeven und Familie Ruthard aus Clenze, dazu vier Ranger. In einem Privat-Garten hatten wir unser Camp, ohne Dusche und Komfort; doch eine gesegnete Zeit. Viele Kinder kamen zu unseren Lagerfeuer-Gottesdiensten, sowie eine Reihe Erwachsene.

Dann geschah, dass eine Frau und ihr Sohn sich taufen lassen wollten. Mit einem Pastos aus Siauliai und einer ganzen Reihe Christen aus Litauen hatten wir dann den ersten Taufgottesdienst an einem Sonnatgmorgen um 6.00h an der Ostsee. Es war ein bewegendes Erlebnis; zumal wir nichts bezüglich Taufe gesagt hatten. Wir suchten dann Kontakt zum Pfingstgemeindeverband in Litauen, da diejenigen, die sich für Jesus entschieden hatten, auch betreut werden mussten.

Der Kontakt kam zustande; der dortige Verband setzte einen Pastor ein, der jede Woche die dann entstandene Gemeinde in Usenai besucht; sein Name: Vilius Masandavicius. Von seinem Heimatort, in dem er selbst eine Gemeinde betreut, sind es jeden Woche 200km einfache Strecke zu fahren, d.h. 400Km insgesamt. Interessanterweise hat sich die Gemeinde in Usenai den Namen „Viltis“ gegeben, auf Deutsch: „Hoffnung“. Genau das schenkt uns Jesus, wenn wir uns Ihm anvertrauen!

Um die Arbeit dort weiter zu unterstützen, führen wir in regelmäßigen Abständen Rides in Litauen durch. Wir besuchen Usenai, haben dort unser Camp, und führen dann Einsätze in Usenai und den umliegenden Dörfern durch. Mit einem bunten Programm für die Kinder und Jugendlichen und einem Gottesdienst, bzw. Lagerfeuergottesdienst am frühen Abend. Menschen haben sich entschieden, und leben mit Jesus.

Eine Frau kam auf uns zu, und sagte: vor zehn Jahren ward ihr hier und habt mir den Weg zu Jesus gezeigt. Heute ist sie verheiratet. Ihr Mann ist Christ, und sie gehen als Familie in eine Gemeinde in Vilnius, der Hauptstadt Litauens. In solchen Situationen erleben wir, dass diese Arbeit wirklich Früchte zeigt, die man nicht immer gleich sieht.

Wir hatten im weiteren Rides: 1998; 2000; 2001; 2002; 2003; 2004; 2005; 2006 Dazu noch Kurzeinsätze mit einigen wenigen Erwachsenen. Dazu Hilfsgütertransporte, die heute von der Gemeinde in Wunstorf durchgeführt werden. Zusätzlich unterstützt die Freie Christengemeinde Wunstorf durch finanzielle Mittel die Arbeit von Pastor Vilius. Verwandte von meiner Frau, deren Heimat auch Litauen ist, helfen mit durch Gebet, Unterstützung bei den Fahrten. Für dieses Land hat uns Gott eine Liebe geschenkt und mit Seiner Hilfe wollen wir weiter fahren.
Andreas Ruthard - Royal Ranger Stamm 24 - Clenze

 



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